Entspannung

Progressive Muskelentspannung: Anleitung & Übungen nach Jacobson

Progressive Muskelentspannung (PMR) lernen mit kompletter Schritt-für-Schritt Anleitung. Alle 16 Muskelgruppen, verkürzte Version, Tipps für Anfänger und wissenschaftliche Hintergründe der Methode nach Edmund Jacobson.

Johanna Rachor
Johanna RachorZertifizierte Trainerin für Autogenes Training
14 Min.
6. Februar 2026

Progressive Muskelentspannung: Anleitung & Übungen nach Jacobson

Du kennst das Gefühl: Nach einem stressigen Tag sind deine Schultern verspannt, der Kiefer zusammengepresst, die Stirn gerunzelt. Dein Körper hat sich angespannt, ohne dass du es gemerkt hast. Die Progressive Muskelentspannung (PMR) setzt genau hier an. Sie lehrt dich, diese unbewussten Verspannungen wahrzunehmen und gezielt zu lösen.

In diesem umfassenden Guide erfährst du alles über die Entspannungsmethode nach Edmund Jacobson: wie sie funktioniert, welche Vorteile sie bietet, wie du sie Schritt für Schritt erlernst und für wen sie besonders geeignet ist. Am Ende weißt du genau, wie du mit gezieltem Anspannen und Loslassen tiefe Entspannung erreichen kannst.

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Was ist Progressive Muskelentspannung?

Die Progressive Muskelentspannung, auch Progressive Muskelrelaxation (PMR) genannt, ist eine systematische Entspannungstechnik. Du lernst, einzelne Muskelgruppen bewusst anzuspannen und anschließend wieder zu entspannen. Durch diesen Wechsel von Anspannung und Entspannung wird dir der Unterschied zwischen beiden Zuständen deutlich bewusst. Mit der Zeit kannst du Verspannungen frühzeitig erkennen und gezielt auflösen.

Das Wort "progressiv" bedeutet "fortschreitend". Du arbeitest dich systematisch durch verschiedene Muskelgruppen deines Körpers, von den Händen über Arme, Gesicht und Nacken bis zu den Beinen und Füßen. Dabei trainierst du nicht nur die Entspannungsfähigkeit, sondern auch deine Körperwahrnehmung.

Die Geschichte: Edmund Jacobson und sein Lebenswerk

Die Progressive Muskelentspannung wurde in den 1920er und 1930er Jahren vom amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson entwickelt. Jacobson forschte an der Harvard University und später an der University of Chicago zum Zusammenhang zwischen Muskelspannung und psychischem Zustand.

Seine zentrale Erkenntnis: Ein angespannter Geist kann nicht in einem entspannten Körper existieren. Wenn du deine Muskeln vollständig entspannst, entspannt sich automatisch auch dein Nervensystem. Diese Entdeckung war revolutionär und bildet bis heute das Fundament der Methode.

Jacobsons ursprüngliches Programm war sehr umfangreich. Es umfasste über 50 Muskelgruppen und erforderte monatelange Übung. Später wurde die Methode von Forschern wie Joseph Wolpe und Douglas Bernstein vereinfacht und auf die heute gängigen 16 oder weniger Muskelgruppen reduziert, ohne an Wirksamkeit einzubüßen.

Wie funktioniert die Progressive Muskelentspannung?

Das Anspannungs-Entspannungs-Prinzip

Das Grundprinzip der PMR ist einfach und genial zugleich:

  1. Bewusstes Anspannen: Du spannst eine Muskelgruppe für etwa 5-7 Sekunden bewusst an
  2. Plötzliches Loslassen: Du lässt die Spannung schlagartig los
  3. Bewusstes Nachspüren: Du spürst 20-30 Sekunden der Entspannung nach
  4. Fortschreiten: Du gehst zur nächsten Muskelgruppe über

Der Kontrast ist entscheidend: Erst durch die vorherige Anspannung wird die Entspannung deutlich spürbar. Es ist, als würdest du einen Muskel "resetten". Viele Menschen sind so chronisch angespannt, dass sie gar nicht mehr wissen, wie sich echte Entspannung anfühlt. Die PMR macht diesen Unterschied erfahrbar.

Die Verbindung zwischen Muskel und Geist

Jacobson entdeckte einen bidirektionalen Zusammenhang: Nicht nur führt psychischer Stress zu Muskelverspannungen, sondern umgekehrt führt Muskelentspannung auch zu psychischer Beruhigung. Die Muskeln senden ständig Signale an das Gehirn. Entspannte Muskeln signalisieren dem Nervensystem: "Alles ist in Ordnung, keine Gefahr."

Dieser Mechanismus erklärt, warum die PMR so effektiv bei Angst, Stress und Nervosität wirkt. Du greifst sozusagen von der körperlichen Seite in den Teufelskreis aus Anspannung und Stress ein und durchbrichst ihn.

Was passiert im Körper?

Während der PMR finden mehrere physiologische Veränderungen statt:

  • Senkung des Muskeltonus: Die Grundspannung der Muskulatur sinkt
  • Aktivierung des Parasympathikus: Das "Ruhe-und-Verdauungs"-System wird aktiviert
  • Verlangsamung von Herzschlag und Atmung: Dein Körper schaltet in den Erholungsmodus
  • Senkung des Blutdrucks: Die Gefäße erweitern sich, der Blutdruck sinkt
  • Reduzierung von Stresshormonen: Cortisol und Adrenalin werden abgebaut

Diese Veränderungen setzen bereits nach wenigen Minuten ein und verstärken sich mit regelmäßiger Übung.

Entspannte Person demonstriert Muskelentspannung mit Fokus auf Hände
Abb. 1: Das bewusste Anspannen und Loslassen der Muskeln ist der Kern der Progressiven Muskelentspannung

Die Vorteile der Progressiven Muskelentspannung

Körperliche Vorteile

Reduktion von Muskelverspannungen: Der offensichtlichste Vorteil. Chronische Verspannungen in Nacken, Schultern, Rücken oder Kiefer lösen sich. Spannungskopfschmerzen werden seltener und weniger intensiv.

Schmerzlinderung: Studien zeigen, dass PMR bei verschiedenen Schmerzarten helfen kann. Durch die Entspannung der Muskulatur werden Schmerzen, die durch Verspannungen entstehen, direkt reduziert. Zudem verändert sich die Schmerzwahrnehmung.

Verbesserter Schlaf: Die PMR vor dem Einschlafen hilft, den Körper auf die Nachtruhe vorzubereiten. Du legst die körperliche Anspannung des Tages ab und gleitest leichter in den Schlaf.

Senkung des Blutdrucks: Bei regelmäßiger Anwendung kann die PMR helfen, erhöhten Blutdruck zu senken. Dies ist besonders relevant für Menschen mit stressbedingtem Bluthochdruck.

Psychische Vorteile

Stressreduktion: Die PMR ist ein effektives Werkzeug gegen akuten und chronischen Stress. Du lernst, die körperlichen Stresssymptome gezielt abzubauen.

Angstlinderung: Durch die Aktivierung des Parasympathikus wirkt die PMR angstlösend. Sie wird häufig als Begleittherapie bei Angststörungen eingesetzt.

Bessere Konzentration: Ein entspannter Körper fördert einen klaren Geist. Nach einer PMR-Sitzung kannst du dich oft besser konzentrieren.

Emotionale Ausgeglichenheit: Regelmäßige Übung führt zu mehr emotionaler Stabilität. Du reagierst gelassener auf Stressoren.

Praktische Vorteile

Schnell erlernbar: Im Vergleich zu anderen Entspannungstechniken ist die PMR relativ schnell zu lernen. Die Grundlagen kannst du in 2-4 Wochen erwerben.

Überall anwendbar: Mit etwas Übung kannst du verkürzte Versionen überall anwenden. Im Büro, im Wartezimmer oder unterwegs.

Keine Hilfsmittel nötig: Du brauchst keine spezielle Ausrüstung, keine App, keine Musik. Nur deinen Körper.

Krankenkassenanerkennung: Die PMR ist als Präventionskurs von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Die Kosten werden in der Regel erstattet.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Die 16 Muskelgruppen

Die klassische Progressive Muskelentspannung umfasst 16 Muskelgruppen. Diese ausführliche Version ist ideal für Anfänger und als tägliche Übung.

Vorbereitung

Die richtige Umgebung:

  • Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du etwa 20-30 Minuten ungestört bist
  • Die Temperatur sollte angenehm sein, etwa 18-22 Grad Celsius
  • Gedämpftes Licht fördert die Entspannung
  • Schalte dein Handy auf lautlos

Die richtige Position:

  • Lege dich auf den Rücken oder setze dich bequem in einen Sessel
  • Lockere enge Kleidung, öffne den Gürtel, nimm die Brille ab
  • Die Arme liegen locker neben dem Körper oder auf den Armlehnen
  • Schließe sanft die Augen

Grundregeln für jede Muskelgruppe:

  • Spanne den Muskel fest, aber nicht maximal an, etwa 70% der maximalen Kraft
  • Halte die Spannung für 5-7 Sekunden
  • Lass plötzlich los, nicht langsam
  • Spüre 20-30 Sekunden der Entspannung nach
  • Atme während der Anspannung normal weiter, nicht die Luft anhalten

Die 16 Muskelgruppen im Detail

1. Dominante Hand und Unterarm Balle deine dominante Hand (bei Rechtshändern die rechte) zur Faust. Spüre die Spannung in Fingern, Hand und Unterarm. Halte 5-7 Sekunden. Lass plötzlich los. Spüre, wie die Hand schwer und warm wird.

2. Dominanter Oberarm Drücke den Ellenbogen gegen die Unterlage oder winkle den Arm an und spanne den Bizeps an, wie beim Zeigen deiner Muskeln. Halte die Spannung. Lass los und spüre die Entspannung.

3. Nicht-dominante Hand und Unterarm Wiederhole die Übung mit der anderen Hand. Faust ballen, Spannung halten, loslassen.

4. Nicht-dominanter Oberarm Spanne den Bizeps der anderen Seite an. Halte, lass los, spüre nach.

5. Stirn Ziehe die Augenbrauen hoch, als würdest du dich wundern. Spüre die Spannung auf der Stirn. Halte. Lass die Stirn glatt werden.

6. Augen und Nase Kneife die Augen fest zusammen und rümpel die Nase. Spüre die Spannung um die Augen herum. Halte. Entspanne das Gesicht vollständig.

7. Mund und Kiefer Presse die Lippen aufeinander und beiße die Zähne zusammen. Spüre die Spannung in Kiefer, Wangen und Lippen. Halte. Lass den Kiefer locker fallen, die Lippen leicht geöffnet.

8. Nacken Drücke den Hinterkopf sanft gegen die Unterlage oder neige den Kopf leicht nach hinten. Spüre die Spannung im Nacken. Halte. Lass den Kopf in eine neutrale, entspannte Position zurückkehren.

9. Schultern Ziehe beide Schultern hoch Richtung Ohren. Spüre die Spannung in Schultern und oberem Rücken. Halte. Lass die Schultern fallen, tief hinunter sinken.

10. Brust Atme tief ein und halte die Luft an, während du die Brust nach vorne drückst. Spüre die Spannung in der Brustmuskulatur. Halte kurz. Atme aus und entspanne.

11. Bauch Spanne die Bauchmuskeln an, als würdest du einen Schlag erwarten. Ziehe den Bauch fest zusammen. Halte. Lass los und spüre, wie der Bauch weich wird.

12. Oberer Rücken Ziehe die Schulterblätter zusammen, als wolltest du einen Stift zwischen ihnen festhalten. Spüre die Spannung zwischen den Schulterblättern. Halte. Lass los.

13. Unterer Rücken Drücke den unteren Rücken leicht gegen die Unterlage oder spanne die Rückenmuskeln an. Halte. Entspanne und spüre, wie der Rücken in die Unterlage sinkt.

14. Gesäß Kneife das Gesäß zusammen. Spüre die Spannung in den Gesäßmuskeln. Halte. Lass los und spüre die Entspannung.

15. Oberschenkel Spanne die Oberschenkelmuskeln an, indem du die Beine streckst oder die Knie gegeneinander drückst. Halte. Lass los und spüre die Schwere in den Beinen.

16. Waden und Füße Ziehe die Zehen zu dir heran, sodass du die Spannung in den Waden spürst. Halte. Lass los. Optional: Kralle die Zehen zusammen, um auch die Fußsohlen einzubeziehen.

Der Abschluss

Nach dem Durchgang durch alle Muskelgruppen:

  1. Bleibe noch 1-2 Minuten ruhig liegen
  2. Spüre die Entspannung im ganzen Körper
  3. Atme einige Male tief durch
  4. Bewege langsam Finger und Zehen
  5. Recke und strecke dich
  6. Öffne die Augen
  7. Setze dich langsam auf
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Die verkürzte Version: 7 Muskelgruppen

Wenn du die 16 Muskelgruppen sicher beherrschst, kannst du zur verkürzten Version übergehen. Sie dauert nur etwa 10-15 Minuten und ist ideal für den Alltag.

1. Arme (beide gleichzeitig) Balle beide Fäuste, spanne die Unterarme an und winkle die Arme an, um die Bizeps zu spannen. Halte. Lass los.

2. Gesicht (komplett) Ziehe die Stirn hoch, kneife die Augen zusammen, rümpel die Nase und presse die Lippen aufeinander. Alles gleichzeitig. Halte. Lass das ganze Gesicht entspannen.

3. Nacken und Schultern Ziehe die Schultern hoch und drücke gleichzeitig den Kopf leicht nach hinten. Halte. Lass Schultern und Nacken sinken.

4. Brust Atme tief ein, halte die Luft an und spanne die Brustmuskulatur an. Halte kurz. Atme aus und entspanne.

5. Bauch Spanne die Bauchmuskeln fest an. Halte. Lass los.

6. Rücken (oberer und unterer) Ziehe die Schulterblätter zusammen und drücke gleichzeitig den unteren Rücken leicht durch. Halte. Entspanne.

7. Beine (komplett) Spanne Gesäß, Oberschenkel und Waden gleichzeitig an. Strecke die Beine und ziehe die Zehen zu dir. Halte. Lass alles los und spüre die Schwere.

Die Ultra-Kurzform: 4 Muskelgruppen

Für sehr wenig Zeit oder als Schnellentspannung zwischendurch:

  1. Arme und Hände: Fäuste ballen, Arme anspannen
  2. Gesicht, Nacken, Schultern: Alles zusammen anspannen
  3. Brust und Bauch: Einatmen, Bauch anspannen
  4. Gesäß und Beine: Alles zusammen anspannen

Diese Version dauert nur etwa 5 Minuten und kann sogar im Sitzen am Schreibtisch durchgeführt werden.

Abstrakte Darstellung von Anspannung die sich in Entspannung auflöst
Abb. 2: Das Prinzip der PMR: Anspannung löst sich auf und weicht tiefer Entspannung

Progressive Muskelentspannung vs. Autogenes Training

Beide Methoden sind wissenschaftlich anerkannte Entspannungstechniken, unterscheiden sich aber grundlegend in ihrem Ansatz.

AspektProgressive MuskelentspannungAutogenes Training
GrundprinzipKörperliche Anspannung und EntspannungGedankliche Selbstsuggestion
Lernzeit2-4 Wochen6-8 Wochen
Körperliche AktivitätJa, aktives AnspannenNein, rein passiv
Sofortwirkung bei AnfängernHochMittel
LangzeitwirkungGutSehr gut
Bei körperlicher AnspannungSehr gut geeignetGut geeignet
Bei psychischer AnspannungGut geeignetSehr gut geeignet
Einsatz im AlltagErfordert etwas PlatzÜberall möglich
KrankenkassenerstattungJaJa

Wann ist PMR besser geeignet?

  • Du spürst vor allem körperliche Verspannungen
  • Du möchtest schnell spürbare Ergebnisse
  • Du findest rein gedankliche Übungen schwierig
  • Du bevorzugst einen aktiven Ansatz

Wann ist Autogenes Training besser geeignet?

  • Dein Stress ist vor allem psychischer Natur
  • Du suchst tiefergehende, langfristige Wirkung
  • Du möchtest überall und unauffällig entspannen können
  • Du interessierst dich für erweiterte Techniken (Formelvorsätze)

Unsere Empfehlung: Beide Methoden ergänzen sich hervorragend. Viele Menschen lernen zuerst die PMR wegen der schnellen Erfolge und steigen dann auf Autogenes Training um, um die Entspannung zu vertiefen. Mit der MindReach App kannst du beide Techniken in zertifizierten Kursen erlernen.

Für wen ist PMR besonders geeignet?

Ideal für Menschen mit...

Muskelverspannungen und Rückenschmerzen: Wenn du häufig unter verspanntem Nacken, Schultern oder Rücken leidest, ist die PMR eine ausgezeichnete Methode. Du lernst, die betroffenen Muskeln gezielt zu entspannen.

Spannungskopfschmerzen: Viele Kopfschmerzen entstehen durch verspannte Nacken- und Gesichtsmuskulatur. Die PMR kann hier vorbeugend und akut lindernd wirken.

Einschlafproblemen: Wenn du abends nicht abschalten kannst, hilft die PMR, die körperliche Anspannung des Tages abzulegen und leichter in den Schlaf zu finden.

Stress und Überlastung: Bei beruflichem oder privatem Stress baust du mit der PMR effektiv körperliche Stresssymptome ab.

Angst und Nervosität: Bei Prüfungsangst, Flugangst oder anderen Ängsten kann die PMR helfen, die körperlichen Angstsymptome zu reduzieren.

Bluthochdruck: Als ergänzende Maßnahme bei stressbedingtem Bluthochdruck kann regelmäßige PMR zur Senkung beitragen.

Weniger geeignet bei...

Akuten Muskelverletzungen: Bei frischen Zerrungen oder Entzündungen solltest du die betroffenen Muskeln aussparen.

Schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Hier bitte Rücksprache mit dem Arzt halten, bevor du mit der PMR beginnst.

Epilepsie: Bei Epilepsie sollte die PMR nur unter ärztlicher Begleitung erlernt werden.

Starker Hypotonie (niedriger Blutdruck): Die PMR kann den Blutdruck weiter senken. Vorsicht beim Aufstehen nach der Übung.

Tipps für Anfänger

Die ersten zwei Wochen

Tipp 1: Übe täglich Die PMR entfaltet ihre volle Wirkung durch regelmäßige Übung. Plane dir täglich 15-20 Minuten ein. Am besten immer zur gleichen Zeit, damit es zur Gewohnheit wird.

Tipp 2: Beginne mit der ausführlichen Version Auch wenn es länger dauert, starte mit den 16 Muskelgruppen. Du entwickelst so ein besseres Gefühl für die einzelnen Körperbereiche und lernst, subtile Unterschiede in der Anspannung wahrzunehmen.

Tipp 3: Nutze geführte Anleitungen Gerade am Anfang helfen Audioanleitungen enorm. Eine ruhige Stimme führt dich durch die Übung und nimmt dir die Unsicherheit - ideal fuer Anfaenger. Die MindReach App bietet professionelle geführte PMR-Sessions.

Tipp 4: Spanne nicht zu stark an Ein häufiger Anfängerfehler: zu starke Anspannung. Etwa 70% der maximalen Kraft reichen völlig aus. Zu starke Anspannung kann zu Krämpfen führen und ist kontraproduktiv.

Tipp 5: Halte nicht die Luft an Atme während der Anspannung normal weiter. Nur bei der Brustübung hältst du kurz die Luft an.

Tipp 6: Sei geduldig Manche Menschen spüren sofort eine deutliche Entspannung, andere brauchen einige Übungseinheiten. Beides ist normal. Bleib dran!

Nach den ersten zwei Wochen

Tipp 7: Verkürze schrittweise Wenn du die 16 Muskelgruppen sicher beherrschst, kannst du zur 7-Muskelgruppen-Version übergehen. Später zur 4-Muskelgruppen-Version.

Tipp 8: Übe auch tagsüber Die verkürzten Versionen eignen sich hervorragend für Pausen während der Arbeit. 5 Minuten PMR am Mittag können Wunder wirken.

Tipp 9: Nutze Körpersignale Mit zunehmender Übung wirst du Verspannungen früher bemerken. Dann kannst du gezielt nur die betroffenen Muskelgruppen entspannen.

Tipp 10: Kombiniere mit anderen Techniken Die PMR lässt sich gut mit Atemübungen oder Autogenem Training kombinieren. Du startest mit PMR, um die grobe körperliche Anspannung abzubauen, und vertiefst dann mit AT.

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Häufig gestellte Fragen

Dein nächster Schritt

Du hast jetzt alles Wissen, das du brauchst, um mit der Progressiven Muskelentspannung zu beginnen. Die Methode ist einfach, effektiv und wissenschaftlich bewährt. Millionen von Menschen weltweit nutzen sie erfolgreich gegen Stress, Verspannungen und Schlafprobleme.

Das Wichtigste ist: Fang einfach an. Nicht morgen, nicht nächste Woche, sondern heute. Suche dir einen ruhigen Ort, lege dich hin und probiere die ersten Muskelgruppen aus. Bereits nach der ersten Übung wirst du einen Unterschied spüren.

Und wenn du Unterstützung möchtest: Mit der MindReach App bekommst du professionelle geführte PMR-Anleitungen, einen strukturierten Kurs und die Möglichkeit, auch Autogenes Training zu erlernen. Beide Methoden zusammen bilden ein starkes Fundament für deine Entspannungspraxis. Die Kurse sind von der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert und werden von deiner Krankenkasse erstattet.

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