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Panikattacken - Was tun? Symptome, Ursachen & Hilfe

Panikattacken verstehen und überwinden. Erfahre Ursachen, Symptome (auch Panik nachts) und wissenschaftlich fundierte Hilfe wie Autogenes Training.

Johanna Rachor
Johanna RachorZertifizierte Trainerin für Autogenes Training
17 Min.
6. Februar 2026

Panikattacken - Was tun? Symptome, Ursachen & Hilfe

Dein Herz rast unkontrolliert, du bekommst kaum Luft, dir wird schwindelig, und ein Gefühl von Todesangst überrollt dich wie eine Welle. Vielleicht reißt es dich mitten in der Nacht aus dem Schlaf, oder es passiert plötzlich im Supermarkt, in der Bahn, auf der Arbeit. Du denkst, du stirbst oder wirst verrückt - aber das ist nicht so.

Was du erlebst, ist eine Panikattacke. Und du bist damit nicht allein: Etwa 15-30% aller Menschen erleben mindestens einmal in ihrem Leben eine solche Attacke. Die gute Nachricht: Panikattacken sind nicht gefährlich, und es gibt wirksame Methoden, sie zu überwinden - sowohl in akuten Momenten als auch langfristig.

In diesem Artikel erfährst du, was bei einer Panikattacke in deinem Körper passiert, warum sie auftreten, und wie du mit Techniken wie Autogenem Training die Kontrolle über dein Nervensystem zurückgewinnen kannst.

Was ist eine Panikattacke?

Eine Panikattacke ist eine plötzlich auftretende, intensive Episode von Angst, die innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt erreicht. Sie kann scheinbar ohne erkennbaren Auslöser auftreten und fühlt sich für Betroffene oft lebensbedrohlich an - obwohl sie es nicht ist.

Der Körper gerät in einen extremen Alarmzustand. Was evolutionär als Schutzreaktion auf echte Gefahren gedacht war, wird bei einer Panikattacke ohne reale Bedrohung ausgelöst. Dein Nervensystem aktiviert die Kampf-oder-Flucht-Reaktion, obwohl es keinen Säbelzahntiger gibt, vor dem du fliehen müsstest.

Wichtig zu verstehen

Eine Panikattacke ist keine Erkrankung des Herzens, keine Atemnot durch Lungenprobleme und kein Zeichen dafür, dass du "verrückt wirst". Es ist eine intensive, aber harmlose Überreaktion deines Nervensystems, die von selbst wieder abklingt - in der Regel innerhalb von 10-30 Minuten.

Körperliche Symptome einer Panikattacke

Die körperlichen Symptome einer Panikattacke können so intensiv sein, dass viele Betroffene beim ersten Mal einen Herzinfarkt oder Schlaganfall befürchten. Typische körperliche Symptome sind:

  • Herzrasen oder Herzstolpern: Das Herz schlägt schnell und kräftig, manchmal unregelmäßig
  • Atemnot oder Erstickungsgefühl: Du hast das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen
  • Brustschmerzen oder Engegefühl: Ein Druck auf der Brust, der an einen Herzinfarkt erinnert
  • Schwindel oder Benommenheit: Dir wird schwarz vor Augen, der Boden scheint zu schwanken
  • Zittern oder Beben: Unkontrolliertes Zittern der Hände, Beine oder des ganzen Körpers
  • Schweißausbrüche oder Kälteschauer: Plötzliches Schwitzen oder Frieren
  • Taubheitsgefühle oder Kribbeln: Besonders in Händen, Füßen oder im Gesicht
  • Übelkeit oder Magenbeschwerden: Ein flaues Gefühl im Magen, Brechreiz

Psychische Symptome einer Panikattacke

Neben den körperlichen Reaktionen treten auch intensive psychische Symptome auf:

  • Todesangst: Die überwältigende Überzeugung, jetzt zu sterben
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren: Das Gefühl, gleich "durchzudrehen"
  • Derealisation: Die Umgebung wirkt unwirklich, wie durch einen Schleier
  • Depersonalisation: Das Gefühl, neben sich zu stehen, nicht mehr du selbst zu sein
  • Fluchtimpuls: Der dringende Wunsch, sofort den Ort zu verlassen
Abstrakte Darstellung von fließenden Türkistönen die von dunkel zu hell übergehen, symbolisiert Beruhigung des Nervensystems
Abb. 1: Nach einer Panikattacke kann dein Nervensystem wieder zur Ruhe finden

Warum passieren Panikattacken?

Um Panikattacken zu verstehen und langfristig zu überwinden, ist es wichtig zu wissen, was in deinem Körper passiert. Die Ursachen lassen sich in biologische, psychologische und lebensstilbedingte Faktoren unterteilen.

Das Nervensystem und die Panikreaktion

Im Zentrum jeder Panikattacke steht dein autonomes Nervensystem - genauer gesagt, ein Ungleichgewicht zwischen seinen zwei Hauptakteuren:

Der Sympathikus ist dein "Gaspedal". Er aktiviert den Körper bei Gefahr: Herzschlag beschleunigt, Atmung wird schneller, Muskeln spannen sich an, Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Diese Kampf-oder-Flucht-Reaktion ist lebensrettend, wenn du vor einer echten Bedrohung fliehen musst.

Der Parasympathikus ist dein "Bremspedal". Er sorgt für Entspannung, Regeneration und Ruhe. Er senkt Herzschlag und Blutdruck, beruhigt die Atmung und ermöglicht Erholung.

Bei einer Panikattacke wird der Sympathikus ohne reale Bedrohung überaktiviert. Dein Körper reagiert, als würde ein Tiger vor dir stehen - nur dass da keiner ist. Das Nervensystem ist in einem Ungleichgewicht, das Autogenes Training gezielt korrigieren kann.

Biologische Ursachen

Genetische Veranlagung: Panikstörungen können familiär gehäuft auftreten. Wenn ein Elternteil unter Panikattacken leidet, ist das Risiko für die Kinder erhöht.

Neurotransmitter-Ungleichgewicht: Die Botenstoffe im Gehirn - besonders Serotonin, GABA und Noradrenalin - spielen eine wichtige Rolle bei der Angstregulation. Ein Ungleichgewicht kann die Anfälligkeit für Panikattacken erhöhen.

Überempfindliche Amygdala: Die Amygdala ist das "Angstzentrum" im Gehirn. Bei manchen Menschen reagiert sie übermäßig stark auf vermeintliche Bedrohungen.

Psychologische Ursachen

Chronischer Stress: Dauerhafter Stress hält das Nervensystem in ständiger Alarmbereitschaft. Der Körper ist überreizt und reagiert irgendwann mit einer Panikattacke.

Traumatische Erlebnisse: Unverarbeitete Traumata können sich in Panikattacken äußern, oft auch Jahre nach dem eigentlichen Ereignis.

Katastrophendenken: Die Tendenz, körperliche Empfindungen als gefährlich zu interpretieren ("Mein Herz schlägt schnell - ich bekomme einen Herzinfarkt!") kann Panikattacken auslösen und verstärken.

Unterdrückte Emotionen: Wenn Gefühle wie Wut, Trauer oder Angst dauerhaft unterdrückt werden, können sie sich in körperlichen Symptomen entladen.

Lebensstil-Auslöser

Koffein: Kaffee, Energy Drinks und Cola können Panikattacken auslösen oder verstärken, da Koffein den Sympathikus aktiviert.

Alkohol: Während Alkohol kurzfristig entspannend wirkt, kann er am nächsten Tag ("Hangxiety") Panikattacken begünstigen.

Schlafmangel: Zu wenig Schlaf destabilisiert das Nervensystem und erhöht die Anfälligkeit für Panik.

Hyperventilation: Zu schnelles, flaches Atmen verändert das Kohlendioxid-Gleichgewicht im Blut und kann Paniksymptome auslösen.

Der Panik-Kreislauf verstehen

Viele Menschen entwickeln nach einer Panikattacke "Angst vor der Angst". Sie beobachten ihren Körper übermäßig, interpretieren normale Empfindungen als Warnsignal und lösen dadurch selbst die nächste Attacke aus. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist ein wichtiger Schritt zur Überwindung von Panikattacken.

Wie hilft Autogenes Training bei Panikattacken?

Autogenes Training ist eine wissenschaftlich fundierte Entspannungsmethode, die besonders wirksam bei Angst und Panikattacken ist. Das Training setzt direkt am Nervensystem an und hilft dir, die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus wiederherzustellen.

Die Aktivierung des Parasympathikus

Bei einer Panikattacke ist dein Sympathikus überaktiv - der Parasympathikus, dein "Ruhe-Nerv", kommt nicht zum Zug. Autogenes Training aktiviert gezielt den Parasympathikus und wirkt damit der Panikreaktion entgegen.

Die regelmäßige Praxis führt zu messbaren Veränderungen: Die Herzfrequenz sinkt, die Atemfrequenz wird langsamer und gleichmäßiger, der Blutdruck normalisiert sich, und die Stresshormone Cortisol und Adrenalin nehmen ab. Das Nervensystem stabilisiert sich und reagiert weniger empfindlich auf vermeintliche Bedrohungen.

Den Panik-Kreislauf durchbrechen

Autogenes Training hilft dir, den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen. Durch regelmäßiges Üben lernst du:

1. Körperliche Entspannung auf Abruf: Mit Schwereübung und Wärmeübung kannst du deinen Körper in wenigen Minuten entspannen - auch in beginnenden Paniksituationen.

2. Gedankenberuhigung: Die konzentrative Fokussierung auf die Formeln ("Ich bin ganz ruhig") unterbricht das Katastrophendenken und gibt den kreisenden Gedanken eine andere Richtung.

3. Selbstwirksamkeit: Du erlebst, dass du selbst Einfluss auf deinen Körper nehmen kannst. Diese Erfahrung der Kontrolle ist der Gegenpol zur Hilflosigkeit während einer Panikattacke.

4. Präventive Wirkung: Regelmäßiges AT senkt das Grundangstniveau und macht Panikattacken seltener und weniger intensiv.

Spezielle AT-Formeln bei Panikattacken

Zusätzlich zu den Grundübungen (Ruhe, Schwere, Wärme) können bei Panikneigung spezifische Formeln helfen:

Bei Herzrasen:

  • "Mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig"
  • "Mein Herz schlägt kräftig und gelassen"

Bei Atemnot:

  • "Mein Atem fließt ruhig und gleichmäßig"
  • "Es atmet mich"

Bei aufsteigender Panik:

  • "Ich bin ganz ruhig und gelassen"
  • "Angst ist nur ein Gefühl, es geht vorbei"
  • "Ich bin in Sicherheit"

Zur allgemeinen Beruhigung:

  • "Ruhe durchströmt mich"
  • "Ich lasse los"
  • "Mein Körper ist entspannt und sicher"
Entspannte Person in friedlicher Meditationsposition mit geschlossenen Augen
Abb. 2: Autogenes Training hilft dir, das Nervensystem zu beruhigen und innere Ruhe zu finden

Schritt-für-Schritt: Autogenes Training bei Panikattacken

Das Autogene Training entfaltet seine Wirkung bei Panikattacken sowohl präventiv (durch regelmäßiges Üben) als auch in akuten Situationen (als Soforthilfe bei beginnender Panik).

Die Grundübung zur Prävention

Übe täglich 10-15 Minuten, idealerweise morgens und abends:

1. Vorbereitung: Setze oder lege dich bequem hin. Schließe die Augen und nimm einige tiefe Atemzüge.

2. Ruheformel: Sage dir innerlich: "Ich bin ganz ruhig" (3-4 Wiederholungen). Lass die Worte in dir nachklingen.

3. Schwereübung: "Mein rechter Arm ist schwer" (4-6 Wiederholungen). Dann: "Mein linker Arm ist schwer". "Beide Arme sind schwer". "Meine Beine sind schwer". Spüre, wie eine angenehme Schwere deinen Körper durchströmt.

4. Wärmeübung: "Mein rechter Arm ist warm" (4-6 Wiederholungen). Fahre fort mit linkem Arm, beiden Armen, Beinen. Spüre die wohlige Wärme.

5. Atemübung: "Mein Atem fließt ruhig und gleichmäßig" (4-6 Wiederholungen). Beobachte deinen Atem, ohne ihn zu kontrollieren.

6. Herzübung: "Mein Herz schlägt ruhig und regelmäßig" (3-4 Wiederholungen). Nimm deinen Herzschlag wahr.

7. Abschluss: "Ich bin ganz ruhig und gelassen. Ich fühle mich sicher." Führe dann die Rücknahme durch: Arme kräftig anspannen, tief durchatmen, Augen öffnen.

Die Kurzversion bei beginnender Panik

Wenn du merkst, dass eine Panikattacke aufsteigt, nutze diese verkürzte Form:

1. Stopp: Erkenne den Moment. "Das ist Angst. Das geht vorbei."

2. Verlangsame die Atmung: Atme langsam durch die Nase ein (4 Sekunden), halte kurz, atme langsam durch den Mund aus (6 Sekunden).

3. Kurzformel: Sage dir innerlich: "Ich bin ganz ruhig" (3x). "Mein Körper ist schwer und warm" (3x). "Mein Atem fließt ruhig" (3x).

4. Erdung: Spüre den Boden unter deinen Füßen. Drücke die Füße aktiv auf den Boden.

5. Wiederhole: "Ich bin in Sicherheit. Die Angst geht vorbei."

Regelmäßigkeit ist der Schlüssel

Die präventive Wirkung des Autogenen Trainings entfaltet sich durch tägliches Üben. Nach 2-3 Wochen reagiert dein Nervensystem messbar ruhiger. Nach 6-8 Wochen ist die Entspannungsreaktion so automatisiert, dass du sie auch in Stresssituationen schnell abrufen kannst.

Was passiert im Körper beim Autogenen Training?

Um zu verstehen, warum Autogenes Training so wirksam gegen Panikattacken ist, lohnt sich ein Blick auf die körperlichen Veränderungen:

Herzfrequenz: Die Herzfrequenz sinkt messbar, oft um 5-10 Schläge pro Minute. Bei regelmäßiger Praxis normalisiert sich auch der Ruhe-Puls langfristig.

Muskelspannung: Die Skelettmuskulatur entspannt sich, besonders in den Armen und Beinen. Diese Muskelentspannung signalisiert dem Gehirn "Sicherheit" und reduziert die Angstreaktion.

Durchblutung: Die Gefäße erweitern sich, die periphere Durchblutung nimmt zu. Deshalb spürst du während der Wärmeübung tatsächlich Wärme in den Gliedmaßen.

Gehirnwellen: Die schnellen Beta-Wellen (Wach- und Stresszustand) werden durch langsamere Alpha-Wellen ersetzt (entspannter, wacher Zustand). Dies reduziert die Neigung zu Angstgedanken.

Stresshormone: Die Produktion von Cortisol und Adrenalin nimmt ab. Das Nervensystem wechselt vom Kampf-Flucht-Modus in den Erholungsmodus.

Diese Veränderungen sind das genaue Gegenteil dessen, was bei einer Panikattacke passiert. Durch regelmäßiges Üben trainierst du deinen Körper, diese Entspannungsreaktion immer schneller und zuverlässiger abzurufen.

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Weitere natürliche Methoden gegen Panikattacken

Autogenes Training ist besonders wirksam, wenn es mit anderen Methoden kombiniert wird. Hier sind weitere bewährte Ansätze:

Atemtechniken

Die Atmung ist die direkteste Verbindung zum Nervensystem. Langsame, tiefe Atmung aktiviert den Parasympathikus.

4-7-8 Atmung:

  • 4 Sekunden durch die Nase einatmen
  • 7 Sekunden die Luft anhalten
  • 8 Sekunden langsam durch den Mund ausatmen
  • 4-6 Mal wiederholen

Bauchatmung:

  • Lege eine Hand auf den Bauch
  • Atme so, dass sich dein Bauch hebt (nicht nur die Brust)
  • Achte auf eine langsame, gleichmäßige Ausatmung

Die 5-4-3-2-1 Erdungstechnik

Diese Technik holt dich aus dem Panikmodus zurück in die Gegenwart:

  1. Benenne 5 Dinge, die du siehst
  2. Benenne 4 Dinge, die du körperlich spürst
  3. Benenne 3 Dinge, die du hörst
  4. Benenne 2 Dinge, die du riechst
  5. Benenne 1 Ding, das du schmeckst

Progressive Muskelentspannung

Die Progressive Muskelentspannung ist eine ergänzende Methode, die gut mit AT kombiniert werden kann:

  • Spanne einzelne Muskelgruppen für 5 Sekunden an
  • Lass dann bewusst los und spüre die Entspannung
  • Arbeite dich von den Füßen bis zum Kopf hoch

Lebensstil-Anpassungen

  • Koffein reduzieren: Versuche 2 Wochen ohne Kaffee/Energy Drinks
  • Schlaf optimieren: 7-8 Stunden pro Nacht, feste Schlafzeiten
  • Bewegung: Regelmäßiger Sport baut Stresshormone ab
  • Alkohol einschränken: Kann Angst am Folgetag verstärken

Kognitive Techniken

Neben den körperlichen Entspannungsmethoden können auch gedankliche Strategien helfen:

Realitätscheck bei Angstgedanken:

  • "Ist diese Gefahr wirklich real?"
  • "Was ist das Schlimmste, was passieren kann - und wie wahrscheinlich ist das?"
  • "Habe ich diese Situation schon einmal überstanden?"

Entkatastrophisieren:

  • Anstatt "Ich werde sterben" denke "Mein Körper zeigt eine starke Reaktion, aber sie ist nicht gefährlich"
  • Anstatt "Ich verliere die Kontrolle" denke "Das fühlt sich unangenehm an, aber ich kann es aushalten"

Akzeptanz statt Kampf:

  • Paradoxerweise werden Panikattacken oft stärker, wenn man sie mit aller Macht bekämpft
  • Versuche stattdessen: "Okay, da bist du wieder, Angst. Ich lasse dich da sein, aber ich weiß, du gehst auch wieder."
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Panik nachts: Nächtliche Panikattacken verstehen

Besonders belastend sind Panikattacken, die dich aus dem Schlaf reißen. Du wachst plötzlich auf, das Herz rast, du bist schweißgebadet und hast das Gefühl zu sterben - ohne zu wissen, warum.

Warum passieren Panikattacken nachts?

Nächtliche Panikattacken treten meist in der leichten Schlafphase auf, oft in den ersten 1-3 Stunden nach dem Einschlafen. Mögliche Auslöser:

  • Unbewusste Verarbeitung: Im Schlaf verarbeitet das Gehirn Stress und Sorgen, was Panik auslösen kann
  • Schlafapnoe: Atemaussetzer können Panikgefühle auslösen
  • Abendlicher Alkohol: Stört den Schlaf und erhöht Angstanfälligkeit
  • Späte Mahlzeiten: Können das Nervensystem belasten
  • Angestauter Stress: Entlädt sich nachts, wenn die bewusste Kontrolle nachlässt

Was tun bei nächtlicher Panik?

Sofortmaßnahmen:

  1. Licht anmachen - gibt Orientierung und Sicherheit
  2. Aufsetzen und bewusst langsam atmen
  3. Die Kurzformel des AT anwenden: "Ich bin ganz ruhig. Mein Körper ist schwer und warm."
  4. Erdungstechnik: Füße auf den Boden, spüre die Unterlage

Prävention:

  • Abends kein Koffein (nach 14 Uhr)
  • Kein Alkohol vor dem Schlafengehen
  • Autogenes Training zum Einschlafen als Einschlafritual (ohne Rücknahme)
  • Entspannende Routine vor dem Schlafengehen

Tipp für die Nacht

Wenn du zu nächtlichen Panikattacken neigst, lege dir eine "Notfall-Karte" auf den Nachttisch mit den wichtigsten Kurzformeln und einem beruhigenden Satz wie: "Das ist nur Angst. Ich bin in Sicherheit. Es geht vorbei."

Wann solltest du professionelle Hilfe suchen?

Autogenes Training und Selbsthilfe-Techniken sind wirksam, aber manchmal reichen sie nicht aus. Suche professionelle Hilfe, wenn:

  • Panikattacken häufiger als einmal pro Woche auftreten
  • Du zunehmend Situationen vermeidest (Vermeidungsverhalten)
  • Die Angst deinen Alltag stark einschränkt
  • Du dich immer mehr isolierst
  • Depressive Symptome hinzukommen
  • Du zu Alkohol oder Medikamenten greifst, um die Angst zu bewältigen
  • Die Attacken über Monate anhalten

Behandlungsmöglichkeiten

Psychotherapie: Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist der Goldstandard bei Panikstörungen mit einer Erfolgsquote von über 80%. Du lernst, Angstgedanken zu hinterfragen und dich schrittweise angstauslösenden Situationen zu stellen.

Medikamente: In manchen Fällen können Antidepressiva (SSRI) oder kurzfristig Anxiolytika helfen. Sie sollten immer mit Psychotherapie kombiniert werden.

Autogenes Training als Ergänzung: AT wird von vielen Therapeuten als ergänzende Methode empfohlen und verstärkt die Wirkung der Psychotherapie.

Wichtiger Hinweis

Beim ersten Auftreten von Panikattacken solltest du einen Arzt aufsuchen, um körperliche Ursachen (Schilddrüse, Herz) auszuschließen. Auch wenn Panikattacken in den meisten Fällen harmlos sind, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

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