Burnout: Symptome erkennen und vorbeugen
Du wachst morgens auf und fühlst dich, als hättest du gar nicht geschlafen. Der Gedanke an den Tag, der vor dir liegt, löst ein bleiernes Gefühl in deiner Brust aus. Du funktionierst nur noch - wie ein Roboter, der auf Autopilot läuft. Die Erschöpfung sitzt so tief, dass selbst das Wochenende keine Erholung mehr bringt.
Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein. Millionen Menschen in Deutschland kämpfen mit den Symptomen von Burnout. Das Wichtigste vorweg: Burnout ist keine Schwäche. Es ist das Ergebnis von chronischer Überbelastung, die jeden treffen kann - besonders die Engagierten, die Pflichtbewussten, die Menschen, die immer alles geben.
In diesem umfassenden Guide erfährst du, wie du Burnout-Symptome früh erkennst, warum Burnout entsteht und welche wissenschaftlich fundierten Methoden dir helfen, wieder Energie zu tanken und Burnout langfristig vorzubeugen. Besonders wirksam ist dabei Autogenes Training.
Was ist Burnout? Definition und WHO-Klassifikation
Burnout ist mehr als einfach nur "müde sein" oder "eine stressige Phase haben". Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Burnout im Jahr 2019 offiziell in die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen und definiert es als ein Syndrom, das aus chronischem Arbeitsplatsstress resultiert, der nicht erfolgreich bewältigt wurde.
Die drei Kerndimensionen von Burnout
Laut WHO-Definition manifestiert sich Burnout in drei charakteristischen Dimensionen:
1. Emotionale Erschöpfung: Du fühlst dich ausgelaugt, leer und energielos. Selbst kleine Aufgaben fühlen sich an wie ein Berg, den du erklimmen musst. Deine emotionalen Ressourcen sind aufgebraucht.
2. Depersonalisation und Zynismus: Du entwickelst eine zunehmende mentale Distanz zu deiner Arbeit. Was dich früher motiviert hat, lässt dich kalt. Du wirst zynisch, gleichgültig oder sogar negativ gegenüber Kollegen, Kunden oder der Arbeit selbst.
3. Reduzierte Leistungsfähigkeit: Du hast das Gefühl, nichts mehr richtig zu schaffen. Deine Produktivität sinkt, obwohl du immer mehr arbeitest. Das führt zu Selbstzweifeln und dem Gefühl, beruflich zu versagen.
Wichtig zu verstehen
Burnout ist kein plötzliches Ereignis, sondern ein schleichender Prozess, der sich über Monate oder Jahre entwickelt. Je früher du die Warnsignale erkennst, desto besser sind deine Chancen, den Prozess umzukehren.
Die 12 Stadien des Burnout nach Freudenberger
Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger, der den Begriff "Burnout" in den 1970er Jahren prägte, identifizierte zwölf Stadien, die den typischen Verlauf beschreiben:
- Zwang, sich zu beweisen: Übertriebener Ehrgeiz und Perfektionismus
- Verstärkter Einsatz: Immer mehr arbeiten, um Erwartungen zu erfüllen
- Vernachlässigung eigener Bedürfnisse: Schlaf, Ernährung und Erholung werden hintenangestellt
- Verdrängung von Konflikten: Probleme werden ignoriert statt gelöst
- Umdeutung von Werten: Hobbys und Freundschaften verlieren an Bedeutung
- Verstärkte Verleugnung: Ungeduld, Intoleranz und Zynismus nehmen zu
- Rückzug: Soziale Kontakte werden gemieden, Isolation beginnt
- Deutliche Verhaltensänderungen: Andere bemerken die Veränderung
- Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit: Depersonalisation
- Innere Leere: Gefühl der Sinnlosigkeit, manchmal Panikattacken
- Depression: Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung, Verzweiflung
- Völlige Erschöpfung: Physischer und psychischer Zusammenbruch
Burnout Symptome: 12 Warnsignale, die du kennen solltest
Burnout äußert sich auf drei Ebenen: körperlich, emotional und im Verhalten. Lerne diese Warnsignale zu erkennen - bei dir selbst und bei anderen.
Körperliche Burnout-Symptome
1. Chronische Müdigkeit und Erschöpfung Du fühlst dich ständig müde, selbst nach ausreichend Schlaf. Die Erschöpfung ist tief und lässt sich durch Ausruhen nicht beseitigen. Morgens aufzustehen kostet enorme Willenskraft.
2. Schlafprobleme Paradoxerweise kannst du trotz totaler Erschöpfung nicht einschlafen oder wachst nachts mehrfach auf. Dein Kopf lässt dich nicht zur Ruhe kommen. Selbst wenn du schläfst, fühlst du dich nicht erholt.
3. Körperliche Beschwerden Häufige Kopfschmerzen, Muskelverspannungen (besonders in Nacken und Schultern), Magen-Darm-Probleme oder Herzrasen ohne erkennbare Ursache. Dein Körper signalisiert: "So geht es nicht weiter."
4. Geschwächtes Immunsystem Du bist auffällig oft krank - Erkältungen, Infekte oder andere Beschwerden häufen sich. Dein Immunsystem funktioniert unter chronischem Stress nicht mehr optimal.
Emotionale Burnout-Anzeichen
5. Gefühl der Leere und Hoffnungslosigkeit Du fragst dich: "Wozu das alles?" Ein Gefühl der Sinnlosigkeit breitet sich aus. Was dir früher Freude bereitet hat, lässt dich gleichgültig.
6. Zynismus und Negativität Du wirst zunehmend negativ, zynisch oder sarkastisch - besonders in Bezug auf deine Arbeit, Kollegen oder Vorgesetzte. "Ist doch eh egal" wird zu einem häufigen Gedanken.
7. Versagensgefühle und Selbstzweifel Du zweifelst an deinen Fähigkeiten und hast das Gefühl, nicht mehr gut genug zu sein. Jeder kleine Fehler bestätigt dieses Gefühl.
8. Emotionale Distanzierung Du fühlst dich von deinem eigenen Leben abgetrennt, als würdest du nur noch zuschauen. Die emotionale Beteiligung an deinem Alltag nimmt ab.
Verhaltensbedingte Burnout-Symptome
9. Sozialer Rückzug Du meidest soziale Kontakte, sagst Verabredungen ab und ziehst dich zurück. Selbst Treffen mit engen Freunden fühlen sich anstrengend an.
10. Vernachlässigung von Selbstfürsorge Gesunde Ernährung, Bewegung, Hobbys - all das fällt weg. Du hast weder die Energie noch die Motivation, dich um dich selbst zu kümmern.
11. Verminderte Leistungsfähigkeit Obwohl du mehr arbeitest, schaffst du weniger. Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit und Entscheidungsschwäche nehmen zu.
12. Kompensationsverhalten Manche greifen zu Alkohol, Essen, Medikamenten oder anderen Mitteln, um die Erschöpfung zu bewältigen oder Gefühle zu betäuben.
Selbsttest: Bist du gefährdet?
Zähle, wie viele dieser 12 Symptome auf dich zutreffen. Bei 1-3 Symptomen solltest du aufmerksam sein und präventiv handeln. Bei 4-6 Symptomen ist es Zeit für eine ernsthafte Veränderung. Bei 7+ Symptomen solltest du dir professionelle Hilfe suchen.
Warum entsteht Burnout? Die Ursachen verstehen
Burnout entsteht nicht über Nacht und hat selten nur eine Ursache. Es ist das Ergebnis eines Ungleichgewichts zwischen Anforderungen und Ressourcen - über einen längeren Zeitraum.
Chronischer Stress: Der Hauptverursacher
Im Zentrum von Burnout steht chronischer Stress. Wenn der Körper ständig im Alarmzustand ist, produziert er kontinuierlich Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin. Dieser Zustand, der evolutionär für kurzfristige Gefahrensituationen gedacht war, wird zum Dauerzustand.
Das Problem: Dein Körper kann sich nicht erholen. Das sympathische Nervensystem (zuständig für "Kampf oder Flucht") ist ständig aktiviert, während das parasympathische Nervensystem (zuständig für "Ruhe und Regeneration") kaum noch zum Zuge kommt.
Die Folgen chronisch erhöhter Cortisolspiegel sind weitreichend:
- Gestörter Schlaf (Cortisol hemmt Melatonin)
- Geschwächtes Immunsystem
- Beeinträchtigte Gedächtnisleistung
- Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Verschlechterte Stimmung und erhöhte Reizbarkeit
Berufliche Risikofaktoren
Bestimmte Arbeitsbedingungen erhöhen das Burnout-Risiko erheblich:
Arbeitsüberbelastung: Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, unrealistische Deadlines. Du schaffst es nie, alles abzuarbeiten, egal wie sehr du dich anstrengst.
Mangel an Kontrolle: Du hast wenig Einfluss auf deine Arbeitsweise, deine Aufgaben oder Entscheidungen, die dich betreffen.
Unzureichende Anerkennung: Deine Leistung wird nicht gesehen, gewürdigt oder angemessen entlohnt.
Unklare Erwartungen: Du weißt nicht genau, was von dir erwartet wird, oder die Erwartungen widersprechen sich.
Toxisches Arbeitsumfeld: Mobbing, Konflikte, mangelnde Unterstützung durch Vorgesetzte oder Kollegen.
Wertekonflikte: Die Arbeit widerspricht deinen persönlichen Werten oder ethischen Überzeugungen.
Persönliche Risikofaktoren
Nicht nur die äußeren Umstände spielen eine Rolle. Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensmuster erhöhen die Burnout-Anfälligkeit:
Perfektionismus: Der Anspruch, alles perfekt zu machen, führt zu ständigem Stress und dem Gefühl, nie gut genug zu sein.
Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen: "Nein" sagen fällt dir schwer. Du übernimmst Aufgaben, die eigentlich andere erledigen sollten.
Starke Identifikation über Leistung: Dein Selbstwert hängt davon ab, was du leistest. Ohne Arbeit weißt du nicht, wer du bist.
Hohe Selbstansprüche: Du erwartest von dir mehr als von anderen und bist dein eigener schärfster Kritiker.
Vernachlässigung eigener Bedürfnisse: Die Bedürfnisse anderer gehen immer vor. Für dich selbst nimmst du dir keine Zeit.
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Ich habe einige Apps erprobt und musste feststellen, dass dies die einzige App ist, mit der ich in eine tiefe Entspannung gekommen bin.
Wie hilft Autogenes Training bei Burnout-Prävention?
Autogenes Training ist eine der wirksamsten Methoden zur Burnout-Prävention - und wird nicht ohne Grund von den gesetzlichen Krankenkassen als Präventionskurs erstattet. Die Methode wurde in den 1920er Jahren von dem Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt und ist seitdem wissenschaftlich umfassend erforscht.
Die physiologische Wirkung: Parasympathikus aktivieren
Das Geheimnis der Wirksamkeit liegt in der gezielten Aktivierung des parasympathischen Nervensystems. Durch die systematische Entspannung von Muskeln, Blutgefäßen und Atmung sendest du Signale an dein Gehirn: "Keine Gefahr. Du kannst dich erholen."
Wissenschaftliche Studien zeigen messbare Effekte:
- Cortisolspiegel sinken um bis zu 30% bei regelmäßiger Praxis
- Blutdruck normalisiert sich nachweislich
- Herzfrequenzvariabilität verbessert sich - ein Marker für Stressresistenz
- Gehirnwellen verlangsamen sich von Beta (Wachzustand) zu Alpha (entspannte Wachheit)
Diese Veränderungen setzen nicht erst nach Wochen ein - erste Entspannungseffekte spürst du oft schon in der ersten Übung. Der langfristige präventive Effekt baut sich über 2-4 Wochen regelmäßiger Praxis auf.
Warum Autogenes Training bei Burnout besonders wirksam ist
1. Unterbricht den Stress-Kreislauf Burnout entsteht durch fehlendes Gegengewicht zum Stress. Autogenes Training schafft bewusste "Erholungsinseln" im Alltag, in denen dein Nervensystem regenerieren kann.
2. Verbessert die Körperwahrnehmung Durch die Fokussierung auf körperliche Empfindungen (Schwere, Wärme) lernst du, Stresssignale früher wahrzunehmen. Du merkst schneller, wenn etwas nicht stimmt.
3. Stärkt die Selbstwirksamkeit Du lernst, dass du deinen Zustand aktiv beeinflussen kannst. Das Gefühl von Kontrolle - ein Schutzfaktor gegen Burnout - wächst.
4. Lässt sich überall anwenden Anders als ein Fitnessstudio oder eine Massage kannst du Autogenes Training jederzeit und überall durchführen - in der Mittagspause, auf dem Weg zur Arbeit oder vor dem Einschlafen.
5. Hat keine Nebenwirkungen Im Gegensatz zu Beruhigungsmitteln oder anderen Substanzen ist Autogenes Training eine natürliche Methode ohne negative Begleiterscheinungen.
Das Geniale an Autogenes Training bei Burnout-Prävention ist: Du baust eine Fähigkeit auf, die dir ein Leben lang zur Verfügung steht. Je länger du übst, desto schneller und tiefer erreichst du den Entspannungszustand.

Schritt für Schritt: Burnout-Resilienz mit Autogenem Training aufbauen
Um Burnout effektiv vorzubeugen, reicht es nicht, gelegentlich eine Entspannungsübung zu machen. Der Schlüssel liegt in der Regelmäßigkeit und dem systematischen Aufbau.
Phase 1: Die Grundübungen erlernen (Woche 1-2)
Beginne mit den beiden fundamentalen Übungen des Autogenen Trainings:
Die Schwereübung: Du richtest deine Aufmerksamkeit auf ein Körperteil (meist beginnend mit dem dominanten Arm) und verwendest die Formel "Mein rechter Arm ist schwer". Durch die passive Konzentration entspannen sich die Muskeln und du spürst ein angenehmes Schweregefühl.
Die Wärmeübung: Nach der Schwere folgt die Wärme. Die Formel "Mein rechter Arm ist warm" fördert die Durchblutung und vertieft die Entspannung.
Beginne mit 5-10 Minuten täglich. Der wichtigste Grundsatz: Passive Konzentration. Du versuchst nicht, etwas zu erzwingen, sondern beobachtest gelassen, was geschieht.
Phase 2: Routine etablieren (Woche 3-4)
In dieser Phase geht es darum, das Üben zur Gewohnheit zu machen:
- Feste Zeiten: Lege konkrete Übungszeiten fest. Zum Beispiel morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Einschlafen.
- Trigger setzen: Verknüpfe das Üben mit einem bestehenden Ritual (nach dem Zähneputzen, nach dem Mittagessen).
- Erweiterte Formeln: Füge die weiteren Grundübungen hinzu (Herzschlag, Atmung, Bauchwärme, Stirnkühle).
Phase 3: Vertiefung und Alltagsintegration (Woche 5-8)
Jetzt wird es spannend: Du lernst, den Entspannungszustand immer schneller zu erreichen und auch in stressigen Situationen anzuwenden:
- Kurzübungen: Entwickle eine 2-3 Minuten Version für Stresssituationen
- Formelhafte Vorsätze: Ergänze individuelle Formeln wie "Ich bin ruhig und gelassen" oder "Ich gönne mir Pausen"
- Anker-Technik: Verknüpfe den Entspannungszustand mit einem körperlichen Anker (z.B. Daumen und Zeigefinger zusammendrücken)
Phase 4: Langfristige Praxis (dauerhaft)
Für optimale Burnout-Prävention integriere Autogenes Training dauerhaft in deinen Alltag:
| Zeitpunkt | Übung | Dauer | Zweck |
|---|---|---|---|
| Morgens | Volle Grundübung | 10-15 Min | Entspannter Start |
| Mittags | Kurzübung | 3-5 Min | Reset für den Nachmittag |
| Abends | Schlafversion | 15 Min | Erholsamer Schlaf |
| Bei Stress | Sofort-Übung | 1-2 Min | Akute Entlastung |
Lass den Stress los.
Schlaf besser. Ab der ersten Minute.
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Weitere Strategien zur Burnout-Prävention
Autogenes Training ist ein mächtiges Werkzeug, aber es wirkt am besten in Kombination mit weiteren Maßnahmen.
Grenzen setzen lernen
Eine der wichtigsten Fähigkeiten gegen Burnout ist das Setzen von Grenzen:
- "Nein" sagen üben: Beginne mit kleinen Dingen. Lehne eine zusätzliche Aufgabe höflich aber bestimmt ab.
- Erwartungen kommunizieren: Sprich an, wenn Anforderungen unrealistisch sind.
- Arbeitszeit begrenzen: Lege einen klaren Feierabend fest und halte dich daran.
- Erreichbarkeit einschränken: Schalte Benachrichtigungen außerhalb der Arbeitszeit stumm.
Erholsamer Schlaf
Schlaf ist die wichtigste Regenerationszeit deines Körpers:
- Regelmäßiger Schlafrhythmus: Gehe möglichst zur gleichen Zeit ins Bett und stehe zur gleichen Zeit auf.
- Schlafumgebung optimieren: Dunkel, kühl (16-18 Grad), ruhig
- Bildschirmfreie Zeit vor dem Schlafen: Mindestens 1 Stunde
- Autogenes Training zum Einschlafen: Die Schwere- und Wärmeübung sind ideal fürs Einschlafen
Soziale Unterstützung
Isolation verstärkt Burnout, soziale Verbindungen schützen:
- Pflege Freundschaften: Auch wenn es Energie kostet - es ist eine Investition
- Teile deine Belastung: Rede mit Menschen, denen du vertraust
- Akzeptiere Hilfe: Du musst nicht alles alleine schaffen
Körperliche Aktivität
Bewegung ist ein natürlicher Stresskiller:
- Regelmäßig, nicht extrem: 30 Minuten moderate Bewegung täglich sind effektiver als gelegentliche Marathons
- Was dir Spaß macht: Ob Spazierengehen, Schwimmen, Tanzen - Hauptsache, du machst es gerne
- Pausen aktiv nutzen: Statt am Schreibtisch zu essen - geh raus, bewege dich
Sinn und Werte
Menschen mit klarem Lebenssinn sind resilient gegen Burnout:
- Was ist dir wirklich wichtig?: Nimm dir Zeit für diese fundamentale Frage
- Stimmt deine Arbeit mit deinen Werten überein?: Falls nicht - was kannst du ändern?
- Aktivitäten, die dich erfüllen: Mache regelmäßig Dinge, die dir Freude bereiten - nicht nur Pflichten
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Wann du sofort professionelle Hilfe suchen solltest
Burnout ist ein ernst zu nehmender Zustand. In bestimmten Situationen solltest du nicht zögern, professionelle Unterstützung zu suchen:
Alarmsignale, die sofortiges Handeln erfordern
- Suizidgedanken oder Selbstverletzung: Wenn du an Suizid denkst, hole dir sofort Hilfe. Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (kostenlos, 24/7)
- Vollständige Arbeitsunfähigkeit: Du schaffst es nicht mehr, zur Arbeit zu gehen
- Schwere depressive Symptome: Anhaltende Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit
- Körperlicher Zusammenbruch: Kreislaufprobleme, Panikattacken, starke körperliche Symptome
- Suchtverhalten: Du greifst zunehmend zu Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen
Anlaufstellen für professionelle Hilfe
Hausarzt: Erste Anlaufstelle für eine Abklärung und bei Bedarf Krankschreibung
Psychotherapeut: Bei Burnout ist vor allem kognitive Verhaltenstherapie wirksam
Betriebsarzt: Kann bei Arbeitsplatzproblemen vermitteln
Psychosomatische Klinik: Bei schwerem Burnout kann ein stationärer Aufenthalt sinnvoll sein
Coaching: Bei beruflichen Veränderungswünschen oder Prävention
Therapieplatz finden
Die Wartezeiten für Therapieplätze sind oft lang. Tipps: Ruf bei mehreren Therapeuten an, frage nach Absageterminen, nutze die Terminservicestelle deiner Krankenkasse (116 117). Für die Überbrückung bieten einige Krankenkassen Online-Kurse oder Apps an.
