Autogenes Training

Die Schwereübung – Tiefe Entspannung in 5 Minuten

Lerne die Schwereübung des Autogenen Trainings: Schritt-für-Schritt-Anleitung, wissenschaftlicher Wirkmechanismus und praktische Tipps für schnelle Entspannung.

Johanna Rachor
Johanna RachorZertifizierte Trainerin für Autogenes Training
13 Min.
6. Februar 2026

Die Schwereübung – Tiefe Entspannung in 5 Minuten

Kennst du das Gefühl, wenn deine Schultern verspannt sind, dein Nacken schmerzt und dein ganzer Körper unter Dauerstress steht? Du bist nicht allein. Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischer Muskelverspannung – ein Teufelskreis aus Stress, Anspannung und noch mehr Stress.

Die gute Nachricht: Es gibt eine wissenschaftlich fundierte Methode, die dir hilft, innerhalb von Minuten tiefe Muskelentspannung zu erreichen. Die Schwereübung ist die erste und wichtigste der 6 Grundübungen des Autogenen Trainings. Sie nutzt die natürliche Verbindung zwischen Muskelentspannung und dem Gefühl von Schwere, um deinen Körper in einen tiefen Entspannungszustand zu versetzen.

In diesem Artikel erfährst du, wie die Schwereübung funktioniert, welcher physiologische Mechanismus dahintersteckt und wie du sie Schritt für Schritt selbst anwenden kannst.

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Was ist die Schwereübung?

Die Schwereübung ist die erste Grundübung des Autogenen Trainings und wurde von dem deutschen Psychiater J.H. Schultz in den 1920er Jahren entwickelt. Sie bildet das Fundament aller weiteren Übungen und nutzt einen faszinierenden psychophysiologischen Mechanismus: die bewusste Wahrnehmung von Schwere führt zu echter Muskelentspannung.

Das Prinzip der Schwere

Wenn deine Muskeln entspannt sind, fühlt sich dein Körper schwer an. Das kennst du vielleicht vom Einschlafen oder wenn du ein schlafendes Kind hochhebst – der entspannte Körper wirkt deutlich schwerer als im wachen, angespannten Zustand. Die Schwereübung macht sich diesen natürlichen Zusammenhang zunutze und kehrt ihn um: Indem du dich auf das Gefühl der Schwere konzentrierst, löst du aktiv Muskelverspannungen.

J.H. Schultz beschrieb in seinen Originalschriften die zentrale Formel: "Der rechte Arm ist schwer." Diese einfache Aussage, in passiver Konzentration wiederholt, führt zu messbaren Veränderungen in der Muskelspannung. Die Skelettmuskulatur – also alle Muskeln, die du willentlich bewegen kannst – beginnt sich zu entspannen.

Wissenschaftlich belegt

Die Schwereübung führt zu objektiv messbarer Muskelentspannung. Schwere ist kein Placebo-Effekt, sondern ein echtes physiologisches Signal für reduzierte Muskelspannung und veränderte Körperwahrnehmung.

Von der Entspannung zur Schwere

Ein erschöpfter Muskel fühlt sich schwer an. Wenn du jemals versucht hast, ein schweres Objekt lange mit ausgestrecktem Arm zu halten, kennst du dieses Gefühl: Der Arm wird immer schwerer, bis du ihn nicht mehr halten kannst. Die Muskeln sind erschöpft und wollen sich entspannen.

Auch nach willentlicher Anspannung entsteht das Schweregefühl deutlich: Wenn du deinen rechten Arm anspannst und zur Faust ballst, dann loslässt und beide Arme locker hängen lässt, wirst du spüren, dass sich der rechte Arm nach dieser Arbeit deutlich schwerer anfühlt als der linke. Genau diese Körperwahrnehmung nutzt die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, ein verwandtes Entspannungsverfahren.

Die Schwereübung des Autogenen Trainings geht noch einen Schritt weiter: Sie erreicht diese Muskelentspannung ohne vorherige Anspannung – allein durch die Konzentration auf die Schwereempfindung selbst.

Wie die Schwereübung wirkt – Der physiologische Mechanismus

Die Wirkung der Schwereübung lässt sich auf mehreren physiologischen Ebenen erklären. Das Verständnis dieser Mechanismen hilft dir, die Übung bewusster und effektiver anzuwenden.

Vom Sympathikus zum Parasympathikus

Dein autonomes Nervensystem hat zwei Hauptspieler: den Sympathikus (zuständig für Anspannung und Stress) und den Parasympathikus (zuständig für Entspannung und Erholung). Stell dir die beiden wie auf einer Wippe vor: Wenn der eine oben ist, ist der andere unten.

Bei chronischem Stress ist dein Sympathikus dauerhaft überaktiv. Die Folgen kennst du: erhöhter Herzschlag, flache Atmung, angespannte Muskulatur und Stresshormone wie Cortisol, die durch deinen Körper zirkulieren. Dein Körper steckt im Dauerstress-Modus fest.

Die Schwereübung aktiviert gezielt deinen Parasympathikus – den "Ruhe-Nerv" deines Körpers. Wenn du die Muskelentspannung durch die Schwereformel herbeiführst, signalisiert dein Körper dem Gehirn: "Alles ist sicher, keine Gefahr, ich kann entspannen." Die Wippe kippt zur anderen Seite.

Frau in friedlicher Meditationshaltung zeigt tiefe Entspannung durch die Schwereübung
Abb. 1: Die Schwereübung führt zu tiefer Muskelentspannung und aktiviert den Parasympathikus

Stressabbau auf hormoneller Ebene

Studien zeigen, dass regelmäßiges Autogenes Training die Produktion des Stresshormons Cortisol um bis zu 30% senken kann. Dieser Effekt beginnt bereits bei der Schwereübung, der ersten Grundübung. Wenn deine Muskulatur entspannt, fällt das Cortisol-Level – und mit ihm die gesamte Stressreaktion deines Körpers.

Gleichzeitig verbessert sich die Produktion von Erholungshormonen. Der Körper wechselt von der katabolen Stressreaktion (Abbau von Ressourcen) in den anabolen Erholungsmodus (Aufbau und Regeneration). Dieser Zustand wird in der Medizin auch als "Trophotropie" bezeichnet – das Gleichgewicht verschiebt sich zugunsten des Parasympathikus.

Je ausgeglichener deine Stimmungslage ist, umso entspannter ist auch deine Muskulatur. Im Gegenzug dazu verursacht psychischer Stress immer auch eine Anspannung der Muskulatur. Die Schwereübung durchbricht diesen Kreislauf an beiden Enden: Sie entspannt die Muskeln und signalisiert dadurch dem Gehirn, dass kein Stress mehr vorhanden ist.

Nachgewiesene Effekte

Die Schwereübung reduziert Cortisol um bis zu 30%, verringert die Muskelspannung messbar und aktiviert den Parasympathikus bereits nach 3-5 Minuten Übung. Mit regelmäßiger Praxis wird dieser Effekt immer schneller abrufbar.

Veränderte Körperwahrnehmung

Durch die verbesserte Körperwahrnehmung während der Schwereübung sinkt die Muskelspannung unter dein normales Ruhe-Niveau. Du lernst, bewusst wahrzunehmen, wann und wo dein Körper angespannt ist – eine Fähigkeit, die vielen Menschen im stressigen Alltag vollkommen verloren gegangen ist.

Mit zunehmender Übungszeit lernst du, die Muskelentspannung immer zuverlässiger abzurufen. Dieser Lerneffekt ist entscheidend: Nach einigen Wochen regelmäßiger Praxis kannst du die Schwereempfindung und damit die Entspannung auch im Alltag nutzen – in stressigen Meetings, vor Prüfungen oder abends beim Einschlafen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Schwereübung

Die Schwereübung folgt einem klaren, systematischen Aufbau. Wichtig ist, dass du sie in der richtigen Reihenfolge lernst und nicht zu schnell voranschreitest. J.H. Schultz betonte immer wieder: Das autogene Training ist ein Training – keine einmalige Entspannungsübung, sondern ein Lernprozess.

Vorbereitung: Die richtige Position

Bevor du mit der Schwereübung beginnst, finde eine bequeme Position. Es gibt drei klassische Haltungen:

  1. Liegehaltung: Auf dem Rücken liegend, Arme leicht vom Körper entfernt, Handflächen nach oben oder unten (wie es angenehmer ist), Beine leicht geöffnet
  2. Lehnstuhlhaltung: In einem bequemen Sessel, Rücken angelehnt, Arme auf den Armlehnen, Beine hüftbreit
  3. Droschkenkutscherhaltung: Auf einem Stuhl sitzend, leicht nach vorne gebeugt, Unterarme auf den Oberschenkeln abgelegt, Kopf entspannt hängend

Wähle die Position, die für dich am bequemsten ist. Die meisten Anfänger bevorzugen die Liegehaltung, besonders wenn sie die Schwereübung zum Einschlafen nutzen möchten.

Die Grundformel: "Mein Arm ist schwer"

Beginne mit deinem dominanten Arm – für die meisten Menschen ist das der rechte Arm. Schließe die Augen und nimm eine passive, beobachtende Haltung ein. Du versuchst nicht aktiv, etwas zu erzwingen, sondern du lässt es geschehen.

Die klassische Formel nach J.H. Schultz lautet:

"Mein rechter Arm ist schwer"

oder in der Kurzform:

"Rechter Arm schwer"

Wiederhole diese Formel innerhalb von 1-3 Minuten etwa 5-7 Mal in Gedanken. Wichtig: Sage sie nicht mechanisch auf wie ein Gebet, sondern stelle dir die Schwere bildlich und körperlich vor. Wie fühlt sich ein schwerer Arm an? Erinnere dich an das Gefühl von Müdigkeit, wenn dein Arm nach anstrengender Arbeit schwer wird.

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Bei vielen Menschen reagiert interessanterweise der linke Arm schneller als der rechte. Der Grund: Der rechte Arm ist bei Rechtshändern der "Funktionsarm" – aktiv und oft angespannt. Der linke Arm ist der "Halte- oder Stützarm" und hat eine passivere Grundhaltung, weshalb er sich leichter entspannt. Das ist völlig normal – folge dem, was dein Körper dir zeigt.

Der systematische Aufbau

Die Schwereübung wird schrittweise auf den ganzen Körper ausgedehnt. Schultz empfiehlt folgenden Aufbau:

  1. Erste Phase (1-2 Wochen): Nur der dominante Arm
    • "Mein rechter Arm ist schwer"
    • Übe 3x täglich für 1-3 Minuten
  2. Zweite Phase (1-2 Wochen): Beide Arme nacheinander
    • "Mein rechter Arm ist schwer"
    • "Mein linker Arm ist schwer"
    • "Beide Arme sind schwer"
  3. Dritte Phase (2-3 Wochen): Arme und Beine
    • "Beide Arme sind schwer"
    • "Die Beine sind schwer"
    • "Arme und Beine sind schwer"
  4. Endgültige Form (nach 2-3 Monaten):
    • "Schwere" oder "Körper schwer"

Diese langsame Progression ist entscheidend. Viele Anfänger wollen zu schnell vorangehen und üben gleich mit dem ganzen Körper – das führt meist zu Spannungen und Frustration. Gib deinem Nervensystem die Zeit, die es braucht, um die Entspannungsreaktion zu lernen.

Wichtig: Passive Konzentration

Der Schlüssel zur Schwereübung ist die "passive Konzentration". Du versuchst nicht aktiv, die Schwere zu erzwingen oder herbeizupressen. Stattdessen beobachtest du einfach, was geschieht. Sage dir die Formel vor, stelle dir die Schwere vor – und dann warte gelassen ab. Alles darf geschehen, nichts muss.

Zurücknehmen nach der Übung

Nach jeder Übung (außer vor dem Einschlafen) ist es wichtig, das autogene Training "zurückzunehmen". Das Zurücknehmen aktiviert deinen Kreislauf wieder und verhindert, dass du benommen oder schwindelig wirst.

So geht das Zurücknehmen:

  1. Arme kräftig beugen und strecken (3-4 Mal)
  2. Tief ein- und ausatmen (3-4 Mal)
  3. Augen öffnen

Diese Reihenfolge ist wichtig. Die Bewegung aktiviert die "Muskelpumpe" in deinen Armen und Beinen und sorgt dafür, dass das Blut, das sich während der Entspannung in den Gefäßen gesammelt hat, wieder zirkuliert. Ohne dieses Zurücknehmen kann es zu orthostatischer Dysregulation kommen – einem vorübergehenden Schwindelgefühl beim Aufstehen.

Ausnahme: Wenn du die Schwereübung zum Einschlafen nutzt, lässt du das Zurücknehmen weg. Lass dich einfach aus der Übung in den Schlaf gleiten.

Abstrakte fließende Formen symbolisieren das Gefühl von Schwere und Erdung
Abb. 2: Die Schwere symbolisiert Erdung, Loslassen und tiefe Entspannung

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Auch wenn die Schwereübung einfach klingt, gibt es einige typische Stolpersteine, die Anfänger oft erleben. Die gute Nachricht: Sie sind alle lösbar.

Fehler 1: Zu viel Anstrengung

Der häufigste Fehler ist paradoxerweise, sich zu sehr zu bemühen. Viele Menschen versuchen aktiv, die Schwere "herbeizupressen" oder "zu erzwingen". Das Ergebnis: noch mehr Anspannung. Die Armschwere schwindet, statt intensiver zu werden.

Lösung: Erinnere dich an das Prinzip der passiven Konzentration. Du bist Beobachter, nicht Macher. Stelle dir die Formel vor, stelle dir die Schwere bildlich vor – und dann warte gelassen ab. Wie J.H. Schultz es formulierte: "Gelassen die Schwere erwarten, ist die richtige Einstellung."

Besonders dynamische, leistungsorientierte Menschen haben hier manchmal Schwierigkeiten. Sie sind es gewohnt, Dinge aktiv zu steuern und zu kontrollieren. Die Schwereübung fordert das Gegenteil: Loslassen, geschehen lassen, "das Ich aufgeben" und sich selbst über die Schulter schauen.

Fehler 2: Zu lange üben

J.H. Schultz betonte in allen Kursen: "Keinesfalls länger als eine halbe bis höchstens eine Minute lang üben!" In seinen Büchern steht sogar 3 Minuten als Maximum für die Anfangsphase.

Warum? Weil längere Übungszeiten am Anfang meist zu Spannungen führen. Du beginnst, zu viel nachzudenken, deine Gedanken schweifen ab, und du verlierst die Konzentration. Je länger die Übung, umso schwerer kann man sich konzentrieren.

Lösung: Bleibe in den ersten 6 Wochen bei 1-3 Minuten pro Übung. Übe lieber 3x täglich kurz als 1x täglich lange. Mit der Zeit, wenn der Effekt automatisiert ist, kannst du die Dauer auf 5-10 Minuten ausdehnen – aber nur, wenn es für dich angenehm bleibt.

Fehler 3: Keine Schwereempfindung

Manche Menschen spüren in den ersten Wochen überhaupt keine Schwere. Das kann frustrierend sein, ist aber völlig normal und hat verschiedene Ursachen.

Mögliche Gründe:

  • Erhöhte emotionale Spannung zu Beginn (Erwartung, Unruhe, Zweifel)
  • Besonders gute Muskelspannung (Sportler haben oft initial weniger Schweregefühl)
  • Zu viel Bemühung (siehe Fehler 1)
  • Noch nicht genug Übungszeit

Lösung: Gib dir Zeit. Manche Menschen brauchen 2-3 Wochen, andere mehrere Monate. J.H. Schultz berichtete von einer 56-jährigen Krankenschwester, die erst nach zwei Jahren das erste Schweregefühl verspürte. Das ist zwar selten, zeigt aber: Der Weg ist das Ziel. Auch ohne subjektive Schwereempfindung findet oft objektive Muskelentspannung statt.

Übe zu Hause in vertrauter Umgebung, wo du dich sicher fühlst. Die erhöhte emotionale Spannung zu Beginn klingt meist nach einigen Tagen ab – und dann stellt sich auch die Schwere ein.

Fehler 4: Unregelmäßiges Üben

Autogenes Training ist ein Training – kein einmaliges Event. Der Effekt entsteht durch Wiederholung und Automatisierung.

Lösung: Plane feste Übungszeiten ein. Ideal ist 3x täglich: morgens nach dem Aufwachen, mittags oder nachmittags und abends vor dem Schlafengehen. Ritualisiere das Üben: gleicher Ort, gleiche Zeit, gleiche Abfolge. Dein Gehirn lernt dann, die Entspannung als automatische Reaktion zu etablieren.

Wichtig bei Kreislaufproblemen

Wenn du zu niedrigem Blutdruck neigst oder Krampfaderbeschwerden hast, achte besonders auf das Zurücknehmen nach der Übung. Bleibende Schwere in den Beinen oder Schwindel beim Aufstehen sind Zeichen, dass das Zurücknehmen nicht ausreichend war. Bewege und strecke deine Arme und Beine kräftig, bevor du aufstehst.

Wann und wie du die Schwereübung einsetzt

Die Schwereübung ist vielseitig einsetzbar und kann in vielen Alltagssituationen helfen. Hier sind die wichtigsten Anwendungsbereiche:

Schnelle Entspannung im Alltag

Du sitzt im Büro, die Deadline rückt näher, dein Nacken ist verspannt und dein Kopf dröhnt. Genau jetzt kannst du die Schwereübung nutzen – auch ohne dich hinzulegen.

Kurzübung am Arbeitsplatz:

  1. Lehne dich zurück, schließe kurz die Augen
  2. 3x tief durchatmen
  3. "Beide Arme sind schwer" (3-5 Mal)
  4. 30 Sekunden nachspüren
  5. Zurücknehmen und weitermachen

Diese Mini-Version dauert nur 2-3 Minuten und kann deine Muskelspannung deutlich reduzieren. Mit etwas Übung funktioniert das auch mit offenen Augen – niemand merkt, dass du gerade eine Entspannungsübung machst.

Einschlafhilfe bei Schlafstörungen

Die Schwereübung ist hervorragend geeignet, um schneller einzuschlafen. Das Schweregefühl in Armen und Beinen signalisiert deinem Gehirn: "Zeit zu schlafen."

Anwendung zum Einschlafen:

  1. Lege dich bequem hin (gerne in Seitenlage mit der "Walrosstechnik")
  2. Beginne mit der Schwereübung
  3. "Beide Arme sind schwer" (5-7 Mal)
  4. "Die Beine sind schwer" (5-7 Mal)
  5. "Der ganze Körper ist angenehm schwer"
  6. Lass dich einfach einschlafen – kein Zurücknehmen

Viele Menschen schlafen während der Übung ein. Das ist völlig in Ordnung und sogar erwünscht. Dein Körper übernimmt die Entspannung automatisch in den Schlaf.

Studien zeigen: Nach 2-3 Wochen regelmäßiger Anwendung verkürzt sich die Einschlafzeit im Durchschnitt um 18 Minuten. Die Schwereübung unterbricht den Teufelskreis aus Schlaflosigkeit und Stress.

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Stressbewältigung und Burnout-Prävention

Wenn du merkst, dass dein Stresslevel dauerhaft erhöht ist, kann die Schwereübung als tägliches "Gegengewicht" dienen. Regelmäßig praktiziert, senkt sie dein Cortisol-Level nachhaltig und verschiebt das Gleichgewicht deines vegetativen Nervensystems wieder in Richtung Erholung.

Tägliche Stress-Prävention:

  • Morgens: 5 Minuten Schwereübung für einen ruhigen Start in den Tag
  • Mittags: 3 Minuten Kurzübung zum "Resetten"
  • Abends: 10 Minuten Schwereübung zum Abschalten

Diese Routine wirkt wie ein Puffer gegen Stressreize. Dein Körper lernt, nicht mehr sofort mit maximaler Anspannung auf jeden Stressor zu reagieren, sondern bleibt grundsätzlich entspannter.

Vorbereitung auf herausfordernde Situationen

Prüfungen, wichtige Gespräche, Präsentationen – all diese Situationen lösen oft Anspannung und Nervosität aus. Die Schwereübung kann dir helfen, ruhig und zentriert zu bleiben.

Vor der Prüfung/dem Gespräch:

  1. 10 Minuten vorher einen ruhigen Ort aufsuchen
  2. Schwereübung durchführen (3-5 Minuten)
  3. Bewusst zurücknehmen
  4. Mit entspannten Muskeln und klarem Kopf in die Situation gehen

Der Effekt: Deine Muskulatur ist entspannt, dein Parasympathikus aktiv – du bist ruhig, aber nicht schläfrig. Diese Kombination aus innerer Ruhe und wacher Aufmerksamkeit ist ideal für herausfordernde Situationen.

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